Von Ängsten geplagt, kritikunfähig, vertraut nur engsten Beratern - so beschreiben US-Diplomaten den 68-jährigen libyschen Diktator. Auf eines habe er sich allerdings immer gut verstanden: die eigene Macht zu sichern. Nun stemmt sich Muammar al-Gaddafi mit letzter Kraft gegen die Revolte.
Er schrie, keifte, schwadronierte: In einer mehr als einstuendigen Fernsehansprache hat sich Libyens Diktator Gaddafi an sein revoltierendes Volk gewandt. Er wetterte gegen Feinde des Regimes - und schwor, lieber zu sterben als aufzugeben.
Der UN-Sicherheitsrat kommt seinem Ziel naeher, Sanktionen gegen das libysche Regime noch am Wochenende in Kraft zu setzen. Das 15-Laender-Gremium in New York kehrte am Samstag an den Verhandlungstisch zurueck.
Gaddafi gibt nicht auf. Die Truppen des Diktators griffen nun erneut Aufständische an. Der Hafen von Brega (liegt im Osten Libyens) wurde auf dem Luftweg bombardiert. Der Hafen ist momentan noch in der Hand von Rebellen.