Innerhalb weniger Tage hat Angela Merkel beim Thema Afghanistan eine Schwelle überschritten, hinter die sie nicht mehr zurück kann. Trotz zunehmender Kämpfe und der vieler Opfer besteht sie darauf, dass die deutschen Soldaten am Hindukusch bleiben sollen. Mit dieser Haltung geht sie ein hohes politisches Risiko ein.
Eine Kanzlerin laesst sich von der Wirtschaft nichts vorschreiben - auch nicht von der Stromwirtschaft. Das ist Angela Merkels Botschaft bei ihrer Energie-Tour, die sie jetzt durch ein Atomkraft fuehrte. Die maechtigen Atombosse hatten sich das anders vorgestellt.
Das erste Mal mussten die elf Waggons mit 123 Tonnen Atommuell bereits kurz nach dem Start in Nordfrankreich zwangspausieren: Atomkraftgegner hatten sich an die Gleise gekettet. Indes machen sich im Wendland Zehntausende zum Protest bereit. SPD-Chef Gabriel beordert angesichts des massiven Widerstands die Kanzlerin nach Gorleben.
Die heftige Kritik von Eurogruppen-Chef Juncker an der Bundesregierung laesst Kanzlerin Merkel so nicht stehen. Sie mahnt eine „ruhige und zielorientierte“ Arbeit an. Juncker hatte der Regierung „simples Denken“ vorgeworfen.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Machtwort im Hartz-IV-Vermittlungsverfahren gefordert. „Das Zaudern und Zoegern in Fragen von „equal pay“ und Mindestlohn ist unertraeglich“, sagte DGB-Chef Michael Sommer der „Passauer Neuen Presse“.